Stadtansicht von Oberndorf

20 Jahre Jugendkunstschule Kreisel im Landkreis Rottweil

Das Gebäude der heutigen Jugendkunstschule wurde 1864 erbaut. Der Turm und der Anbau mit der Rotunde (rechts) kamen im Jahr 1906 hinzu.

In der Rotunde kreist alles um die Kunst

Unter dem Motto "Bei uns geht’s rund" feiert die Jugendkunstschule Kreisel "20 Jahre Kunst für Kinder."

Das Jubiläumsjahr wird geprägt von besonderen Angeboten an den fünf Standorten Oberndorf, Schramberg, Dunningen, Rottweil und Sulz. Es findet seinen Höhepunkt mit dem 33. baden-württembergischen Jugendkunstschultag, der am 8. Oktober in der Klosterkirche gefeiert wird. Ausgerichtet wird er vom Landesverband der Jugendkunstschulen Baden-Württemberg.

Von links: Christoph Rümenapp, Dr. Verena Boos, Bürgermeister Hermann Acker und Joachim Mei trafen sich in der Jugendkunstschule zur Besprechung.

Unter der Devise „Let’s Netz – Netzwerke für Bildung im ländlichen Raum“ stellt der diesjährige Jugendkunstschultag die interkommunale Zusammenarbeit in den Mittelpunkt und ermöglicht öffentliche Einblicke in die Arbeit der Kunstschulen. Zusätzlich ist von September bis 10. Oktober eine Ausstellung in der Klosterbaugalerie und im öffentlichen Raum mit Werken der Schülerinnen und Schüler der Jugendkunstschule geplant. Sie wird mit einer Vernissage am 1. September eröffnet. Jugendkunstschulleiterin Verena Boos, Bürgermeister Hermann Acker, Amtsleiter Christoph Rümenapp vom Amt für Bildung und Sport sowie Joachim Mei vom Hochbauamt trafen sich jüngst zu einer Besprechung in der Rotunde am Standort Mauserstraße 1 in Oberndorf, die in neuem Glanz erstrahlt.

Renovierung rückt kreative Atmosphäre ins rechte Licht

Das optische Erscheinungsbild der Rotunde konnte durch die gelungene Renovierung deutlich verbessert werden.

Das Deckengewölbe der Rotunde, die wie der Turm im Jahr 1906 an das Gebäude aus dem Jahr 1864 angebaut wurde, ist in diesem Jahr frisch verputzt und gestrichen worden. Zusätzlich wurde der Fußboden nach der Entfernung des abgenutzten PVC-Belags abgeschliffen und neu versiegelt. Um die Holzvertäfelung zu schützen und zu erhalten, wurde sie geölt.


Energiesparende neue LED-Deckenleuchten bescheren den Künstlern gute Lichtverhältnisse und rücken den aufgewerteten Kunstraum ins rechte Licht.

Im Leitungsbüro wurde die Elektrotechnik auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem wurde die vordere Eingangstür erneuert.

Neben der Rotunde stehen eine Holzwerkstatt im Untergeschoss sowie ein Werkraum im ersten Stock zur Verfügung. Eine ideale Ergänzung ist das Freiluftatelier, das Ausbildungsleiter Thomas Betz von der Mafell AG im Corona-Jahr 2021 konzipiert und mit neun Azubis, tatkräftiger Mitwirkung des Werkhofs und Materialspenden von zwei Zimmereien umgesetzt hat.

Zahlreiche Kursangebote

Damit verfügt die Jugendkunstschule über verbesserte Unterrichtsbedingungen. Nach den starken Einschränkungen während der Corona Zeit hat sie inzwischen wieder ein ansprechendes, breit gefächertes Kursangebot etabliert und konnte die Teilnehmerzahlen pro Kurs auf das normale Maß erhöhen. Im Kalenderjahr 2022 haben bereits rund 320 Kinder an Kursen und Schulkooperationen teilgenommen. Weitere Teilnehmer werden durch die Sommerferienprogramme dazukommen. Familienpass-Inhabern wird eine Ermäßigung auf die Kursgebühren gewährt, für geflüchtete Kinder kann die Kursgebühr dank eines Landesförderprogramms ganz erlassen werden. Ein vormittägliches Mutter-Kind-Angebot für ukrainische Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, ist in Vorbereitung.

Jubiläumsmotto kreativ umgesetzt

Die Gruppe „Kleine Erfinder“ gestaltete unter dem Jubiläumsmotto „Bei uns geht’s rund“ bunte Unterwasserwelten auf runden Grundplatten. Das neue Kinder-Foto-Atelier läuft noch bis zu den Sommerferien. Erstaunliche Ergebnisse entstanden beim Projekt „Wie wir Euch sehen“, in dem es darum ging, anhand von Fotos Landtagsabgeordnete auf unterschiedlichste Art und Weise künstlerisch zu portraitieren.

Unter den 153 jungen baden-württembergischen Künstlern im Alter bis zu 14 Jahren befanden sich auch Kursteilnehmer von Oberndorf und Schramberg, die insgesamt neun Portraits anfertigten. Sie unternahmen eine Exkursion zur Ausstellung im Foyer des Landtags und statteten bei dieser Gelegenheit auch der Stuttgarter Staatsgalerie einen Besuch ab.

Für Bürgermeister Hermann Acker ist es wichtig, Kindern sowohl im schulischen als auch im künstlerisch-gestalterischen Bereich Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Zu den Zukunftsaufgaben wird die Verstärkung von Schulkooperationen gehören, die mit zunehmender Ganztagesbetreuung an Bedeutung gewinnen werden.

Individuelle Lösungen beim Thema Inklusion

Ermutigende Nachrichten hat Verena Boos zum Thema Inklusion und Teilhabe. In Absprache mit Eltern und Dozenten versucht die Jugendkunstschule, den Kursbesuch grundsätzlich für jedes Kind möglich zu machen. Interessierte Familien können sich direkt mit ihr in Verbindung setzen.

Aktuelle Angebote und weitere Informationen sind unter www.kunstkreisel.de zu finden.

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